Archiv für den Monat Dezember 2012

Archlinux auf altem Laptop Toshiba SA50-120

Auf meinem Weg durch die Linuxwelt bin ich auf Archlinux gestossen und bin begeistert von der Einfachheit des Betriebssystems. Als erstes sei gesagt, dass diese Distribution nichts für Anfänger ist, aber wenn man als Linux-User schon einige Erfahrungen mit der Kommandozeile gesammelt hat und  ohne grafische Oberfläche im Terminal arbeiten kann lernt man hier wie ein Linux – System arbeitet.
Nebst Installationen auf alten PC habe ich hier versucht einen alten Laptop Toshiba Satellite SA50-120 wieder zum Leben zu erwecken. Das Windows XP Pro war dermassen langsam, dass ich den Laptop schon vor einigen Jahren „archiviert“ habe.
Die Ueberraschung war gross, wie schnell Archlinux auf diesem alten Laptop startete und wieder voll gebrauchsfähig ist mit Libreoffice, Firefox, Thunderbird und vielen anderen Softwarepaketen die ich nun hier als Installation beschreiben werde.

Die Philosophie von Arch Linux -> https://wiki.archlinux.org/index.php/The_Arch_Way -> Simplicity is the ultimate sophistication. (~ Höchste Verfeinerung mündet im Einfachen.) — Leonardo Da Vinci

Es gibt diverse Wikis mit der Anleitung für die Installation von Archlinux und doch musste ich noch einiges dazulernen, weil sich dieses System sehr schnell weiterentwickelt. Ich versuche hier die Installation mit der Anwendung von Systemd zu beschreiben:

Vorerst lädt man sich das neueste ISO – Abbild von http://www.archlinux.org/download/ herunter (32 bit Version). Dieses ISO – Abbild beeinhaltet nur die nötigsten Programme, um ein minimales Linux-Grundsystem zu installieren. (Keine grafische Oberfläche!!) Der Rest wird dann auf dem eigenen System via Binärpakete und Konfigurationsdateien eingerichtet. Das ISO – Abbild wird dann auf CD gebrannt oder via USB Stick gespeichert.

Somit kann mit der eigentlichen Installation begonnen werden. Laptop mit dem Router am Netzwerk anschliessen um eine Internetverbindung zu gewährleisten. Wir gehen davon aus, dass wir bestehende Installationen auf dem alten Laptop überschreiben und somit alle Daten verloren gehen. Starten Sie den Laptop mit der gebrannten CD, indem Sie das Bootmedium auf CD umstellen. Nach dem Start der CD landen wir in einem Terminal den wir mal vorerst auf deutsche Tastatur umstellen:

loadkeys de-latin1

Als nächstes partitionieren wir die Festplatte: sda1 mit mindestens 15 Gb und Swap mit 500 MB:

fdisk /dev/sda
Command (m for help): n
Partition type:
p primary
e extended
Select (default) p): p
Partition number (1-4, default 1): 1
First sector (2048-.., default 2048): enter
Last sector, +sectors or +size{K,M,G} (..): +15G
Partition 1 of type Linux and of size 15 GiB is set
Command (m for help): n
..(wie zuvor bei Partition1)
Command (m for help): t
Partition number (1-4): 2
Hex code (type L to list codes): 82
Command (m for help): p
Device    Boot    Start    End    Blocks    Id    System
/dev/sda1         2048     xxx    xxx       83    Linux
/dev/sda2         xxx      xxx    xxx       82    Linux swap /Solaris
Command (m for help): w

Wer Mühe hat mit der Partitionierung der Festplatte, weil noch andere Partitionen vorhanden sind, verwendet ein sehr gutes Tool „Gparted“ und bearbeitet vor der Installation von Archlinux die Festplatte damit!
http://gparted.sourceforge.net/download.php

Ist die Festplatte partitioniert, gehts weiter mit dem Anlegen des Dateisystems vom Typ ext4 auf der Rootpartition sda1 mit der Bezeichnung arch:

mkfs.ext4 -L arch /dev/sda1

mkswap -L swap /dev/sda2

Netzwerkverbindung herstellen:

ping -c3 www.archlinux.de

Wenn eine Fehlermeldung erfolgt, nehmen wir mal an, die Netzwerkkarte wird mit eth0 benannt und ein kabelgebundener Router vorhanden ist, können wir mit dem DHCP – Server eine Verbindung aufbauen:

dhcpcd eth0

nochmals testen:

ping -c3 www.archlinux.de

Falls ok, können wir die Rootpartition einbinden:

mount /dev/sda1 /mnt

Jetzt installieren wir das Basissystem auf unseren Laptop:

Einen Spiegelserver aussuchen. Dabei wird die Datei „mirrorlist“ zuerst gesichert und danach verändert:

cp /etc/pacman.d/mirrorlist /etc/pacman.d/mirrorlist.bak
nano /etc/pacman.d/mirrorlist

Am Einfachsten ist, die Zeilen löschen die man nicht braucht. (Strg+k)

Solange löschen bis der richtige Spiegelserver ganz oben in der Liste auftaucht. Speichern mit Strg+O, danach nano mit Strg+X verlassen .

Das Basissystem wird durch die Gruppe base komplett installiert.

 
pacstrap /mnt base

Damit ist das Basissystem installiert und wir erzeugen noch die fstab Datei in der die Laufwerke festgelegt werden:

genfstab -Lp /mnt >> /mnt/etc/fstab

Jetzt können wir das Installationsmedium (CD oder USB) verlassen und das neu installierte Archlinux betreten:

arch-chroot /mnt

Es folgt die Systemkonfiguration, Systemd, das neue Initsystem greift auf diese Klartextdateien zu:

Rechnername z.B:

echo Toshiba > /etc/hostname

Spracheinstellung:

echo LANG=de_CH.UTF-8 > /etc/locale.conf
echo LC_COLLATE=C >> /etc/locale.conf

Tastaturbelegung:

echo KEYMAP=sg-latin1 > /etc/vconsole.conf

Zeitzone:

echo Europe/Zurich > /etc/timezone

Der Rechnername auch hier eintragen:

nano /etc/hosts
#<ip-address>	<hostname.domain.org>	<hostname>
127.0.0.1	localhost.localdomain	localhost Toshiba
::1		localhost.localdomain	localhost Toshiba

Konfiguration von /etc/locale.gen:

nano /etc/locale.gen

und die entsprechenden locale # auskommentieren (de oder ch), anschliessend speichern und generieren:

#de_CH.UTF-8 UTF-8
#de_CH ISO-8859-1
#de_DE@euro ISO-8859-15
Weiter die locals generieren mit:
locale-gen

Nun mal die Repository Datenbank erneuern mit:

pacman -Sy

Einen Linux Kernel erzeugen:

mkinitcpio -p linux

Ein Root Passwort definieren und nicht vergessen!!

passwd

Den Bootloader installieren hier am Beispiel von Grub:

pacman -S grub-bios
grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg
grub-install /dev/sda

Archlinux verlassen und zum Installationsmedium zurückkehren:

exit
umount /dev/sda1
reboot

Wenn alles funktioniert hat startet nun Archlinux bis zur Konsole, wo Sie mit Root als Benutzer und Ihrem Rootpasswort einsteigen.

myhost login: root
password: geheim
[root@myhost ~]# _

Glückwunsch und Welcome zur Welt von Archlinux!

Das graphische System folgt nun mit:

pacman -S xorg-server xorg-xinit xorg-utils xorg-server-utils
pacman -S xorg-drivers

wählt man „all“ so sucht sich das System selber den geeigneten Video Driver!

Als grafische Oberfläche wählte ich xfce hier können später andere grafische Oberflächen installiert werden:

pacman -S xfce4

Nun installieren wir Systemd mit:

pacman -S systemd

Nun konfigurieren wir systemd mit dem graphical.target:

systemctl enable graphical.target

Um die Daemonen in systemd zu starten müssen folgende Pakete installiert sein:

pacman -S syslog-ng acpid dbus networkmanager alsa-utils avahi cups gdm cairo human-icon-theme

Fehlende Pakete werden hier erwähnt und können gleich mit pacman -S installiert werden!

Nnn aktivieren wir die Daemonen in Systemd:

systemctl enable syslog-ng.service
systemctl enable acpid.service
systemctl enable NetworkManager.service
systemctl enable cupsd.service
systemctl enable dbus.service
systemctl enable dhcpcd@eth0.service
systemctl enable vconsole.service
systemctl enable cronie.service
systemctl enable gdm.service
systemctl enable autologin@ttyl.service
systemctl enable cairo.service

Nun noch das alte initsystem löschen:

pacman -R initscripts
pacman -S systemd-sysvcompat

Einen Benutzer hinzufügen:

adduser

Alle Fragen indivduell beantworten!

gpasswd -a "Benutzer" audio

Nochmals ein „reboot“ ausführen und dann das grafisches Interface starten:

startxfce4

Haben wir eine grafische Oberfläche, dann hats geklappt und wir installieren weiter Softwarepakete in der Konsole, indem wir mit „su“ auf Rootebene gehen:

pacman -S firefox firefox-i18n-de
pacman -S thunderbird thunderbird-i18n-de
pacman -S libreoffice  (enter wählt alle pakete!)
pacman -S libreoffice-de (deutscher Zusatz)
pacman -S ttf-dejavu
pacman -S alsa-lib
amixer set Master,0 85% unmute
aplay /usr/share/sounds/alsa/Front_Center.wav
pacman -S flashplugin mplayer vlc rhythmbox brasero icedtea-web-java7
pacman -S gimp
reboot

Beim Startfenster Gnome durch XFCE4 ersetzen ansonsten eine Fehlermeldung kommt, dass Gnome nicht installiert ist.
Da Archlinux ständig weiterentwickelt wird, können die „Rolling release“ ständig ergänzt werden mit dem Befehl zum updaten:

pacman -Syu

Lautsprecher feintuning kann nun via alsamixer auf seine persönlichen Bedürfnisse eingestellt werden. Gelöscht werden Pakete mit dem Befehl:

pacman -R <paketname>

Aufräumen von nicht mehr verwendeten Paketen wird mit folgenden Befehlen durchgeführt:

pacman -Qdtq und nachher: 
pacman -Rcns `pacman -Qdtq`

Programme die als AUR – Pakete verfügbar sind, können im AUR (de) als Tarball heruntergeladen werden, wie z.B. tvbrowser, dass als  tvbrowser*.tar.gz vorhanden ist und dann entpacken:

tar -xvzf tvbrowser_3.3.2.tar.gz
cd /home/benutzer/tvbrowser_3.3.2
makepkg --asroot
(falls Fehlermeldung kommt "java-runtime" fehlt, dies zuerst installieren mit pacman -S java-runtime)
pacman -U tvbrowser_3.3.2.pkg.tar.gz

Nun ist tvbrowser im Anwendungsmenue unter Multimedia eingetragen und kann von dort gestartet werden. Fertig!

Archlinux kennt so keine Grenzen weiter ausgebaut zu werden individuell auf eigene Bedürfnisse!

Ich habe beim Toshiba eine PCMIA Karte von Netgear eingesteckt, diese ermöglicht mir durch installieren von netcfg einen problemlosen WiFI Empfang.

Viel Spass!!

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Zimtparfait

für 6 Personen

Gefrierzeit: 1 Tag            Zubereitungszeit: 0.50 Stunde

Zutaten
1 Ei
2 Eigelb
5 EL Zucker
1 TL Zimt
1/8 TL Vanillepulver
3 dl Rahm
1 TL Schokopulver
6 Physalis
Anweisungen
Förmchen vorbereiten (6 Stahlringe mit Pergamentpapier auskleiden). In einer flachen Schale die mit Pergamentpapier ausgelegt ist die Ringe draufstellen.
Für das Parfait Ei, Eigelb und Zucker in einer Metallschüssel mit dem Schwingbesen gut verrühren, dann über heissem Wasserbad (wenig eintauchen), aber nicht kochendem Wasser schlagen, bis die Masse hellgelb und schaumfest ist (wie Schlagrahm) ca. 20 Min Aufwand! Nachher im kalten Wasserbad sofort weiterschlagen bis Masse kalt ist. Zimt und Vanillepulver darunterrühren. Rahm steif schlagen und mit der Eimasse mischen.
Die Förmchen mit der Parfaitmischung vorsichtig füllen. und sofort tiefgefrieren.
Zum Servieren auf das Zimtparfait Schokopulver streuen und mit Zwetschgenkompott, Lebkuchen und Physalis dekorieren.

Orangenparfait mit Orangen-Dattelfilets

Für 6 Personen
Gefrierzeit: 1 Tag      Zubereitungszeit: ca. 2 Stunden

Zutaten
Orangensirup:
3 dl Orangensaft= 3-4 Orangen
1 EL Grand Marnier
50 g Gelierzucker

Caramelsirup:
0.50 dl heisses Wasser
1 EL Butter
0.50 TL Zitronensaft
50 g Zucker

Parfaitmasse:
0.25 TL Vanillepulver
2.50 dl Rahm
30 g Zucker
2 Eigelb

Orangen-Dattelfilets:
1 dl Orangensaft aus Orangenfiletsherstellung
3 Orangen für Filets
6 Lebkuchen mini
2 EL Pistazien fein hacken

Marinade:
0.50 Zimtstange
0.50 Zitrone
2 Nelken
2 EL Zucker
1 Päckli Vanillezucker
2 EL Grand Marnier
10 Datteln gross Fine Food

Anweisungen
Orangensirup:
In einer kleinen Pfanne Orangensaft und Gelierzucker auf 1.5 dl einkochen, wenn abgekühlt Grand Marnier beigeben.
Caramelsirup:
Zucker und Zitronensaft goldbraun schmelzen. Butter beifügen, aufschäumen lassen,heisses Wasser dazugiessen und alles kochen bis Caramel aufgelöst. Zum Orangensirup giessen.
Parfaitmasse:
Eigelb mit Zucker zur hellen, dicken Creme schlagen.
Orangensirup, 1 dl Rahm und Vanillepulver aufkochen und sofort unter Rühren langsam zur Eicreme giessen. Mischung in die Pfanne zurückgeben und kurz vors Kochen bringen, bis sie leicht bindet.
Sofort durch ein Sieb in eine Schüssel giessen, damit die Creme nicht am Pfannenboden gerinnt. Die Oberfläche mit Klarsichtfolie abdecken, damit sich beim Erkalten keine Haut bildet.
6 Ringe oder die kleine Terrinenform mit Oel ausstreichen und mit Klarsichtfolie auslegen.
Den restlichen Rahm zu Schlagrahm steif schlagen und unter die kalte Orangencreme ziehen. Die Masse in die vorbereiteten Formen füllen und mind. 1 Tag gefrieren.
3 Orangen sauber schälen und mit Messer Orangenfilets schneiden. Den entstehenden Saft in kleinem Pfännchen auffangen. Filets in einer flachen Schale auslegen.
Den Saft der Orangenfilet mit Vanillezucker, Zucker, Zitronensaft (1/2 Zitrone)  lebhaft einkochen bis auf 0.5 dl. Wenn kalt mit 2 EL Grand Marnier parfümieren und über die Orangenfilets giessen zum Marinieren (mind. 1/2 Tag)

Parfait auspacken aus der Folie und mit Orangenfilets, Dattelnschnitzen und Pistazien anrichten. Mit Lebkuchenhälften verzieren.