Archiv für den Monat November 2011

Kwazulu – Natal

2.11.2011
Mit 30 min. Verspätung landen wir in Durban. Der Flug mit Emirates nach Dubai war in der Boeing 777 (Flugzeit 5.5 h) etwas komfortabler als im Airbus 330 (Flugzeit 8.5 h). Der Service in der Business Klasse war sehr aufmerksam, obwohl die Küche sich nicht mit der Thai Airways messen kann.
Schnell waren wir In Durban durch die Zollabfertigung und ein Taxi brachte uns vom weit entfernten International King Shaka Airport (41 km) zum Hilton Hotel. Das Hilton ist ein sehr komfortables Business Hotel der 5 Sterne Klasse, es fehlte also an nichts. Das Restaurant bot uns ein vielfältiges Buffet, wo wir noch kurz etwas essen und uns dann müde ins Bett legten.

3.11.2011
Am Morgen erst entdeckten wir die phänomenale Aussicht. Links das neue Fussball-WM- Stadion mit der speziellen Seilbahn über dem Stadion und rechts die weite des indischen Ozeans. Ein traumhafter Tag begrüsste uns. Gespannt waren wir auf unser Mietfahrzeug, ein Mercedes Vito Van, der uns bis Kapstadt die rund 2600 km zur Verfügung steht. Die Formalitäten waren bald erledigt und Ruth unser Chauffeur machte sich mit dem Linksverkehr wieder vertraut.
Die Fahrt zu den Drakensbergen führt uns auf der N3 (einer Maut – Autobahn) bis Estcourt. Die Landschaft ist leicht hügelig mit viel Weideland, man sieht weit verstreut Rinderherden und Milchkühe mit ihren Kälbern, aber auch vereinzelt Schafherden. Die Landschaft ist grün wird aber vielerorts bereits bewässert. In Estcourt verlassen wir die Autobahn und fahren weiter durchs Champagne Valley auf Regionalstrassen zu unserem Hotel Drakensberg Sun. (Fahrzeit 2.5 h, 230 km) Dieses Resort liegt in einem Naturschutzgebiet der Drakensberge, das als Weltkulturerbe der Unesco gelistet ist. Entsprechend vorsichtig wird hier mit der Ökologie des Hotelbetriebes gearbeitet. Als Gast muss man aber deswegen keine Einschränkungen erleben, alles ist unmerklich im System eingegliedert.
Wir geniessen die herrliche Terrasse zum See und anschliessend ein ausserordentlich gutes Buffet. Wir sind überrascht wie gut die Küche in Südafrika ist einfach phantastisch.

4.11.2011
Ein weiterer Sonnentag begrüsst uns und nach dem Frühstück machen wir alle gemeinsam eine 2.5 stündige Wanderung zum blauen Grotto. Der Weg führt uns entlang eines kleinen Flusses durch dichten Primärwald. Plötzlich werden wir durch einen Schrei in den Bäumen erschreckt. Anscheinend beobachten uns Affen und begleiten uns in den hohen Wipfeln der Bäume ohne das wir sie jemals zu Gesicht bekommen. Der Weg ist schmal aber immer schön im Schatten für Peter und Emmy ein einmaliges Erlebnis. Oben angelangt öffnet sich eine Schlucht als Grotto mit Wasserfall und das kleine Wasserbecken kann je nach Lichteinfall ganz blau scheinen. Nach einem kleinen Aufstieg sind wir auf dem kleinen Bergrücken und haben eine grandiose Aussicht auf die Drakensberge. Die Sonne brennt auf uns nieder und wir machen uns schnell auf den Rückweg ins Hotel. Emmy klagt über Knieschmerzen war wohl etwas zu streng für das lädierte Knie, aber mit etwas Medizin ist dies am nächsten Morgen wieder besser

5.11.2011
Heute steht die längste Fahrt zurück zur Küste bevor. Wir checken deshalb schon um 9 Uhr aus und fahren auf gleichem Wege bis kurz vor Pietermaritzburg. Hier gehts rechts ab durch das regionale Zululand. Wir sehen viele farbige Wohnhäuser teils sehr armselig und einfach. Die Landschaft ist geprägt durch viel Monokultur von Eukalyptusbäumen, Kiefern und Zuckerrohr. Nach 450 km, 6 h kommen wir im schönen B&B Wailana Beach an. Ein Paradies über dem Ozean empfängt uns hier.

6.11.2011
Rene Tobler der Gastgeber des B&B verwöhnt uns mit einem exzellenten Frühstück.
Mit Wehmut verlassen wir diesen schönen Ort und machen uns auf den Weg durch das ehemalige Homeland Transkei. Die Bevölkerung der Provinz weist die höchste Kindersterblichkeit und die geringste Lebenserwartung des Landes auf. Wir begegnen auf Schritt und Tritt der grossen Armut und den einfachen Behausungen in denen diese Menschen leben. In den kleinen Parzellen wird Landwirtschaft auf einfachste Weise betrieben. In den Dörfern herrscht ein Chaos und es wirkt sehr ungepflegt auf uns. Überall an den Strassenrändern marschieren Leute von Ort zu Ort. Das Vieh überquert die Strassen unkontrolliert und Ruth muss sich entsprechend konzentrieren auf den schmalen Strassen Mensch und Tier nicht zu gefährden. Vielerorts sind grosse Schlaglöcher, die es gilt vorsichtig zu umfahren. In Lusikisiki zweigen wir von der Hauptstrasse N2 ab und via Betonpiste gehts 6 km weiter. Ab dort führt eine Naturstrasse (19 km) durch Teeplantagen und später durch Urwald unserem Ziel Mbotyi River Lodge. Gegen Schluss wird die Strasse immer enger und prompt steht plötzlich ein havarierter LKW vor uns, an dem wir nur knapp vorbeikommen. Das Lodge liegt traumhaft an der Mündung eines Flusses in den indischen Ozean. Wieder sind wir in einem kleinen Paradies angekommen und haben wunderschöne Chalets mit Sicht auf das Meer. Natürlich machen wir zuerst einen Spaziergang zum Meer und geniessen die tosende See. Wir sind überrascht was für ein herrliches Nachtessen weit ab der Zivilisation uns serviert wird und geniessen diesen Abend.

7.11.2011
Ein herrlicher Sonnenaufgang begrüsst uns am Morgen 5 Uhr15. Nach paar Fotos gehts nochmals ins Bett. Der ganze Tag ist strahlender Sonnenschein aber mit heftigem Wind (6Bf).
Trotz dem starken Wind lassen sich Peter und Emmy das Spazieren am endlosen Sandstrand nicht nehmen und kommen begeistert von Ihrem Ausflug zurück. Das Mbotyi River Lodge ist eine Oase der Ruhe und hat schon der früheren Besitzerin während 27 Jahren das Leben verzaubert. Noch heute sprechen die Einheimischen von dieser guten Fee Sally. Als ehemalige Krankenschwester ist sie der schwarzen Bevölkerung hilfreich und beratend zur Seite gestanden.
Am späteren Nachmittag überrascht Ruth eine grüne hoch giftige Baumschlange am Treppenaufgang ins Restaurant bei ihrem Sonnenbad. Wiederum geniessen wir ein ausgezeichnetes 6 – Gang Menü.

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