Kapstadt

27.11.2011
Müde, aber voller Eindrücke landen wir pünktlich mit Emirates in Zürich. Ivo unser Nachbar wartet schon auf uns und Kari und Nelly auf Peter und Emmi. Die Flugzeit von rund 8.5 Stunden von Kapstadt bis Dubai und 6 Stunden bis Zürich waren mit einer halben Schlaftablette bei Ruth schnell vorbei. Die Emirates VIP Launch in Dubai war hoffnungslos überfüllt und so mussten wir jede Sitzgelegenheit in dieser luxuriösen Launch nutzen, um wenigstens etwas relaxen zu können. Mit Kaffee und Snacks überbrückten wir die Wartezeit für unseren Anschlussflug.
Unsere 27 tägige Reise durch Südafrika zeigte uns nur einen kleinen Ausschnitt dieses riesigen Landes. Die Westküste, der Norden und der Nordosten mit dem grossen Krüger Nationalpark, das angrenzende Mosambik mit den traumhaften Stränden, all dies blieb uns vorenthalten. Trotzdem war es eine eindrückliche Reise und wir haben in dieser kurzen Zeit sehr viel erlebt und gesehen. Die vier Safaris, wo wir die meisten Wildtiere Südafrikas beobachten konnten waren Spitze. Die abwechslungsreichen Landschaften beeindruckten uns alle. Das angenehme Klima im November ohne viel Regen und grosser Hitze sind ein weiteres Plus dieser Reise. Die Unterkünfte und die kulinarischen Höhenflüge sind unvergesslich und wer weiss vielleicht müssen wir diese Reise durch Südafrika nochmals ergänzen.

26.11.2011
Nach dem Frühstück im Platinum packen wir die letzten Sachen und mit GPS gehts los zum Flughafen. Souverän chauffiert uns Ruth durch den dichten Verkehr zum Airport, wo wir den Mercedes Vito an Hertz zurückgeben. Ruth ist total 3200 km im Linksverkehr gefahren und wir bekamen das Lob, dass das Fahrzeug in einwandfreiem Zustand ist. Bravo Ruth.
Wir sind noch zu früh zum Einchecken und müssen noch warten. Wir lösen unsere MWST Quittungen ein und erhalten dafür Euro Gutscheine. Um 1825 h starten wir pünktlich Richtung Dubai.

25.11.2011
Ein traumhaft schöner Tag ohne Wind begrüsst uns am Morgen. Perfekt um auf den Tafelberg zu fahren. Ein Onlinecheck bestätigt, dass die Luftseilbahn nach einigen Sturmtagen heute erstmals wieder in Betrieb ist. Ich buche 3 Tickets für 525 Rand online und drucke sie bei Frau Trost aus. Frau Trost meinte, dass durch die Onlinebuchung wir nicht an der Talstation anstehen müssten. Wir fahren los, Emmi geniesst zum letzten Mal den Pool und bleibt im Platinum. Unsere grosse Überraschung, schon zwei Kilometer vor der Talstation, sollten wir das Auto parkieren und zu Fuss hoch marschieren. Wir wählen die Weiterfahrt in der Hoffnung unterwegs eine Parklücke zu finden. Schliesslich landen wir bei der Talstation ohne Parkmöglichkeit und was sehen wir da, eine Warteschlange von ca. 600 Leuten. Die Luftseilbahn kann pro 15 Minutentakt 65 Personen transportieren! Vermutlich die selbe Situation an der Bergstation für die Talfahrt. Der Entscheid ist klar: wir verzichten auf den Tafelberg.
Am späteren Nachmittag fahren wir nach Constantia, Uitsig ins La Colombe. Das beste Restaurant von Südafrika und unter den Top Fünfzig der Welt. Wir sind gespannt was uns hier erwartet. Der Mix aus französischer und asiatischer Küche kombiniert mit den feinen Weinen soll ein Gaumenschmaus sein. Und so ist es denn auch. Auf einer Schiefertafel werden die einzelnen Gänge von unserer Tischbetreuerin vorgestellt und wir haben die Qual der Wahl ein Menü zusammenzustellen. Wir vier entscheiden uns für verschiedene Gänge und erleben an diesem Nachmittag ein Feuerwerk der Kochkunst, dass wir wohl nicht so schnell vergessen. Dazu wählen wir offene Weine die hervorragend dazu passen. Am Schluss werden wir überrascht was das ganze kostet: für vier Personen in diesem einmaligen Ambiente 2400 Rand (ca. 260 chf). In der Schweiz würde dies garantiert über 1000 chf kosten!! Begeistert fahren wir nachher durch das Weingut zurück ins Platinum und geniessen den letzten Abend in Südafrika.

24.11.2011
Heute weht der Wind zu heftig, die Tafelbergbahn ist weiterhin nicht im Betrieb, wir gehen gemeinsam nochmals in den botanischen Garten von dem Peter und Emmi so schwärmten.
Kirstenbosch ist ein botanischer Garten in Kapstadt. Er liegt am Osthang des Tafelberges und gilt als einer der schönsten botanischen Gärten der Welt. Er ist mit 36 Hektar der größte von neun Nationalen Botanischen Gärten. In Höhenlagen von 100m bis über 1000m ergibt sich ein eindrucksvoller Einblick in die Vielfalt der südafrikanischen Flora. Aufgrund der unterschiedlichen Höhenlagen, über die sich das Gelände erstreckt, gibt es eine Vielzahl spezifischer Lebensräume für bestimmte Pflanzen. So sahen wir diverse Protea Felder mit unterschiedlichen Blütenzeiten, beeindruckend die King Protea, die Nationalblume Südafrikas die Suppenteller gross wird. Bildbeispiel hier. Weiter besuchten wir Heidegärten (Fynbos), das Farnkrauttal mit Baum hohen Farnen wie wir sie auch in Neuseeland im Primärwald sahen. Nebst Kräutergärten und Pelargonien waren die Duftpflanzen für Kosmetik etc. ein interessantes botanisches Fachgebiet wo man tagelang verweilen könnte. Nach mehreren Stunden Fussmarsch verpflegten wir uns im Restaurant deren Essen wir lieber schnell wieder vergessen.

23.11.2011
Kein Tafelbergwetter, zu viel Wind! Wir fahren zur Waterfront und setzen Emmi und Peter im Botanischen Garten ab. Heute ist Shopping angesagt. Victoria Mall ein riesiges Center von Boutiquen wie wir sie überall auf der Welt antreffen. Bei leckerem Kaffee und Sprüngli Kopien „Macarons“ (wer war wohl der erste der die Luxemburgerli erfand?) Im Kaffee wird diese über hundertjährige Tradition angeboten! Auf dem Heimweg holen wir Peter und Emmi im botanischen Garten ab.

22.11.2011
Wir mieten einen Taxifahrer für unsere Tour, da wir die enge Kapstrasse mit ihren unzähligen Kurven über den Chapmans Peak nicht selber fahren wollten. Das Kap der Guten Hoffnung und Cape Point sind Bestandteile des „Cape Peninsula National Parks“.
Für die frühen Seefahrer war das Kap der Guten Hoffnung und Cape Point der Wendepunkt vom Kap. Erst wenn man dieses „Kap der Stürme“ passiert hatte, konnte man von einer erfolgreichen Umrundung sprechen. Eine grosse Anzahl von Schiffen schaffte die Umrundung vom Cape Point nicht. Was wohl zum grössten Schiffsfriedhof von Südafrika führte.
Der Chapman´s Peak Drive ist sicherlich die spektakulärste Küstenstrasse von Südafrika. Sie windet sich bis zu 150 Meter über dem Meer der Küste entlang und wird deshalb in allen Reiseführern erwähnt.Hinter jeder Kurve öffnet sich ein neuer atemberaubender Ausblick. Zahlreiche Parkmöglichkeiten, links und rechts der Strasse, bieten sich zum verweilen an. Bald schon wird es flacher und man kann sich die wilden Stürme vorstellen, denn die Vegetation ist entsprechend angepasst. Keine hohen Sträucher mehr, nur mal vereinzelt eine grössere, windgepeitschte Kiefer. Vorne am Peak kann man zu Fuss oder mit einer Zahnradbahn zum Leuchtturm gelangen, der 250 m über dem Meeresspiegel liegt.
Auf dem Rückweg fahren wir auf der anderen Seite der Halbinsel und besuchen am Strand „Boulders Beach“ die Brillenpinguinen Kolonie. Ein erfolgreiche Zuchtstation für diese eher seltene weiss-schwarze Pinguinenart. Nur zwei weitere Kolonien gibt es in Südafrika, 28 in der ganzen Welt, deshalb gehören die Pinguine zu den gefährdetsten Tierarten des Landes.
Über Simons Town, Muizenberg und Nordhoek gehts zurück ins Platinum. Ein eindrucksvoller Tag!

21.11.2011
Relaxe Tag mit Besuch der Waterfront und einem feinen Essen im Den Anker.

Eastern and Western Cape

20.11.2011
Die letzte Etappe steht uns bevor, gerade mal noch ca.100 km bis Kapstadt. Wir fahren via Paarl und Stellenbosch, und sehen unzählige Weingüter, mein Herz schmerzt so gerne würde ich hier verweilen.
Bald schon sehen wir die ersten Slums von Kapstadt und können uns vorstellen welche Armut in diesen Vierteln wohl herrschen muss. Das GPS führt uns sicher Richtung Hout Bay zu unserem Guest House Platinum. Frau Trost unsere Gastgeberin für die nächsten Tage heisst uns in Cape Town willkommen.

19.11.2011
Die meisten Betriebe der 43 Weinproduzenten können besichtigt werden. Dies lasse ich mir natürlich nicht entgehen und so miete ich alleine einen Guide und besuche mit ihm 4 Weingüter:
Glenwood, Graham Beck, La Motte und Dieux Donné. Einige der Sauvignon Blanc und Chardonnays sind ausgezeichnet. Ein Blend von Shiraz und Viognier im La Motte war mein Favorit. Nach 22 Weintestings hatte ich genug und war begeistert von den Südafrikaweinen. Die Weine von Paarl und Stellenbosch kenne ich noch nicht, also müsste ich eigentlich nochmals hin :-).

18.11.2011
Mit Wehmut verlassen wir Swellendam, ein Ort wo man gerne etwas länger verweilen möchte. Es geht nun weiter in die Weinregion von Südafrika. Robertson am Fusse des Langenberg ist berühmt für seine Weine, seine Rosengärten und den Jakarandabäumen. Überall blühen diese violett gefärbten Bäume entlang der Hauptstrassen. Je mehr wir uns Franschhoek nähern, umso öfter liest man französische Namen. Die Hugenotten brachten vor rund 300 Jahren den Wein nach Südafrika und hatten hier ihre Wurzeln. Nach der Überquerung des Franschhoekpasses öffnet sich uns ein Tal mit einer einzigartigen Landschaft von Obst- und Weingärten, unterbrochen durch Stauseen die für die Bewässerung benötigt werden. Unser Hotel das Country House hat die gebuchten Zimmer noch nicht freigegeben und so vergnügen wir uns mit einem lokalen Glas „Champagner“. Am Nachmittag spazieren wir durch die französisch geprägte Stadt und geniessen die lockere Atmosphäre.

17.11.2011
Wir fahren entlang der Swartbergkette auf der Road 62 durch die Kleine Karoo. Die trockene Landschaft hat ihre ganz eigene Vegetation mit niedrigen Büschen und sandigem Boden. Einige der Sträucher blühen gelb andere violett. Hin und wieder sehen wir ein Straussenpaar mit ihren Küken in dieser einsamen Gegend. Nach rund 240 km erreichen wir unser Ziel Swellendam. Ein kleines Städtchen am Fusse der Langenberge. Unser Guesthaus De Kloof ist wiederum ein altes Kaphollänische Gut, dass liebevoll und luxuriös renoviert wurde. Die grosszügigen Zimmer bieten alles, was der Gast sich wünscht und das Essen ist einmal mehr Spitzenklasse.
Am Nachmittag besuchen wir die Altstadt mit Ihren Kunstshops und Töpferei Ateliers. Natürlich landen wir am Ende im berühmten Café Pennantwing mit der angeblich besten Konditorei Südafrikas. Wir geniessen diese verträumte Welt bei herrlichen Süssigkeiten und Ruth findet in der Boutique einige schöne Andenken.

16.11.2011
Das wir auch eine Straussenfarm besichtigen wollen war wohl klar, gilt doch Oudtshoorn als das Zentrum der Straussenzucht in Südafrika. In unserer Nähe war die Cango Ostrich Farm die wir zu Fuss besuchen konnten. Um 1865 begann man damit, Strausse in Gefangenschaft zu halten und zu züchten. Früher hatte man die Tiere gejagt und erlegt, um an die begehrten Federn zu gelangen.
Die Blütezeit der Straussenzucht war im letzten Jahrhundert bis zum Beginn des 1. Weltkrieges. Mit den Federn wurde viel Geld verdient und die reichen Farmer liessen sich prunkvolle Häuser bauen – die so genannten Federpaläste.
Heute betreibt man die Straussenzucht, nicht mehr wegen der Federn, sondern zur Ledergewinnung und deren Fleischproduktion.
Auf der Farm werden den Hennen bis auf zwei Eiern ständig die Gelege geräumt und in Brutkästen ausgebrütet. Eine Henne kann bis zu 100 Eiern legen mit einem Durchschnittsgewicht von 1.6 kg!!
Nach ca. 42 Tagen schlüpfen die Küken. Wir hatten die Gelegenheit ein Küken beim Schlüpfen zu beobachten und waren erstaunt wie gross die bereits sind. Mit speziellem Pelletschrot – Futter werden dann die Strausse aufgezogen und sind nach etwa 14 Monaten schlachtfähig.
Attraktion der Farm war am Schluss ein Straussenritt. Keiner von uns wagte es auf einem Hahn zu reiten. Anscheinend muss es ein Riesenspass sein.
Am Nachmittag gehts weiter zu den Cango Caves. Sie werden zu den schönsten Höhlensystemen der Welt gezählt und bestehen aus drei Abschnitten (Cango 1, 2 und 3) mit einer Gesamtlänge von über vier Kilometern.
Die erste und grösste Kammer ist etwa 90 Meter lang, 50 Meter breit und bis zu 18 Meter hoch. Entspricht also etwa dem Innenraum einer Kathedrale.
Alle Höhlen enthalten umfangreiche Tropfstein-Formationen von beeindruckender Grösse. Die Abschnitte Cango 2 und 3 sind geschützt und nicht öffentlich zugänglich. Entsprechend oft klickten die Kameras um diese faszinierende Welt für immer digital zu speichern.
Anscheinend wurden die Höhlen schon vor über 10000 Jahren von Menschen bewohnt. Erst 1780 erfolgte die Wieder-Entdeckung der Höhle durch einen Hirten. Im selben Jahr erkundete ein Farmer den Beginn der ersten Kammer des Höhlensystem direkt hinter dem Eingang. 1792 wurde die Höhle weiter erkundet und eine zweite Kammer entdeckt. Man muss sich vorstellen zu jener Zeit gab es nur schwache Kerzenbeleuchtung umso spektakulärer ist deren Entdeckung!
Erst 1972 und später wurden weitere Höhlensysteme „Cango 2 und 3“ entdeckt. Beeindruckt kehren wir zurück zu unserem alten Landhaus und geniessen die Sonne am Pool.

15.11.2011
Leider müssen wir Abschied nehmen von Gondwana, einem Paradies in Südafrika. Wir fahren auf der Schotterstrasse nochmals zurück Richtung Mosselbay, dabei werden wir im Gondwana Park von Zebras, Antilopen und Gnu^s auf der Strasse verabschiedet.
Über den Robertspass (800m) kommen wir in die Kleine Karoo, eine trockene, sandige Hügellandschaft die mit farbigen Gebüschen übersät ist. Dieses Farbenspiel ist einmalig und fasziniert uns alle. Viele Straussenfarmen säumen den Weg zu unserem nächsten Ziel „Altes Landhaus“ in Oudtshoorn. Ein herrschaftliches Haus im kapholländische Stil. Die schöne Villa mit ihrem herrlichen Garten, wo Rosen nebst vielen afrikanischen Pflanzen blühen ein Paradies für Vögel und als Gast wird man herzlich empfangen. Die grossen Suiten mit Patio zum Garten begeistern uns alle. Wir sind in einem weiteren schönen Ort gelandet!
Am Nachmittag bewundern wir in einer Straussenlederfabrik das handwerkliche Können verschiedener Lederprodukte. Wir können es nicht lassen einige wunderschöne Stücke zu kaufen.

14.11.2011
Es ist nicht genug, um 600h gehts zur Morgensafari und das Frühaufstehen wird belohnt mit ausserordentlichen Wildtieren. Ein grosser Elefantenbulle versperrt uns den Weg und wir können uns nicht satt sehen an diesem intelligenten Tier. Geschickt reisst er mit dem Rüssel spez. Gräser aus, schüttelt die Wurzeln heftig vom Dreck los und kaut nachher genüsslich diesen Leckerbissen. Die Gräser wirft er in weitem Bogen weg.
Diesmal fahren wir in westlicher Richtung durch sehr hügeliges Gelände mit Proteas und Fynbos (Überbegriff für div. Erikaarten).
In der Talsohle stossen wir auf ein Zebrakadaver und unser Tourguide Arno sucht die Löwen, die das Zebra getötet haben. Wir werden nicht fündig dafür erleben wir eins der grössten Highlights in Afrika wir sehen eines der seltensten Spitznashörner. Von dieser Spezies gibt es gerade noch 3000 Tiere auf der Welt, die meisten in Zoos und nur noch wenige wild lebende Exemplare. Arno ist völlig aus dem Häuschen. Selten sieht auch er als Guide dieses Tier, weil es sich gut im Busch versteckt. Leider ist die Gefahr gross das Wilderer diese urtümlichen Tiere völlig ausrotten, wegen ihres Horns, das mehr als 100000 $ einbringt. Schon bald ist die Morgensafari vorbei und wir werden mit einem tollen Frühstück in der Lodge empfangen.
Am Nachmittag fahren wir nochmals zum Zebrakadaver in der Hoffnung die beiden Löwinnen zu sehen. Die Fahrt geht über Stock und Stein und dank 4×4 überwinden wir jedes Hindernis. Arno unser Guide sucht weiterhin mit dem Feldstecher die Umgebung ab, aber die beiden Raubtiere sind wohl gut getarnt irgendwo in den Büschen und beobachten uns. Wir fahren mit dem Jeep hin und her und plötzlich nach etwa 1 h entdecken die scharfen Augen von Martin an einem Bachufer zwischen Gräsern und Büschen den Kopf einer der beiden Löwinnen ruhig uns beobachtend und mit vollem Bauch dösend bei der Siesta. Wir alle verhalten uns ganz still und dürfen uns nicht bewegen. Fotos werden geschossen und wir sind alle happy den Löwen in Natura zu sehen. Arno hofft das wenn wir weiterfahren und später zurückkommen eventuell beide Löwinnen zu sehen. Wir kraxeln mit dem Jeep Anhöhen hinauf und geniessen die traumhafte Aussicht ins Tal und im Hintergrund die Outeniqua Berge, die angeblich schon existierten als Afrika und Südamerika als Gondwanaland zusammen waren.
Bei der Rückkehr zum Löwennest entdeckt Peter die zweite Löwin gut getarnt hinter der Ersten. Glücklich fahren wir zurück zu unseren Hütten und was begegnet uns da im Abstand von ca. 50 m: das Spitzmaulnashorn von heute morgen. Jetzt sind wir alle aus dem Häuschen und Arno flippt fast aus, den so nahe hat auch er noch nie ein Nashorn gesehen. Als der grosse Bulle anstalt machtAm Nachmittag fahren wir nochmals zum Zebrakadaver in der Hoffnung die beiden Löwinnen zu sehen. Die Fahrt geht über Stock und Stein und dank 4×4 überwinden wir jedes Hindernis. Arno unser Guide sucht weiterhin mit dem Feldstecher die Umgebung ab, aber die beiden Raubtiere sind wohl gut getarnt irgendwo in den Büschen und beobachten uns. Wir fahren mit dem Jeep hin und her und plötzlich nach etwa 1 h entdecken die scharfen Augen von Martin an einem Bachufer zwischen Gräsern und Büschen den Kopf einer der beiden Löwinnen ruhig uns beobachtend und mit vollem Bauch dösend bei der Siesta. Wir alle verhalten uns ganz still und dürfen uns nicht bewegen. Fotos werden geschossen und wir sind alle happy den Löwen in Natura zu sehen. Arno hofft das wenn wir weiterfahren und später zurückkommen eventuell beide Löwinnen zu sehen. Wir kraxeln mit dem Jeep Anhöhen hinauf und geniessen die traumhafte Aussicht ins Tal und im Hintergrund die Outeniqua Berge, die angeblich schon existierten als Afrika und Südamerika als Gondwanaland zusammen waren.
Bei der Rückkehr zum Löwennest entdeckt Peter die zweite Löwin gut getarnt hinter der Ersten. Glücklich fahren wir zurück zu unseren Hütten und was begegnet uns da im Abstand von ca. 50 m: das Spitzmaulnashorn von heute morgen. Jetzt sind wir alle aus dem Häuschen und Arno flippt fast aus, den so nahe hat auch er noch nie ein Nashorn gesehen. Als der grosse Bulle anstalt macht Am Nachmittag fahren wir nochmals zum Zebrakadaver in der Hoffnung die beiden Löwinnen zu sehen. Die Fahrt geht über Stock und Stein und dank 4×4 überwinden wir jedes Hindernis. Arno unser Guide sucht weiterhin mit dem Feldstecher die Umgebung ab, aber die beiden Raubtiere sind wohl gut getarnt irgendwo in den Büschen und beobachten uns. Wir fahren mit dem Jeep hin und her und plötzlich nach etwa 1 h entdecken die scharfen Augen von Martin an einem Bachufer zwischen Gräsern und Büschen den Kopf einer der beiden Löwinnen ruhig uns beobachtend und mit vollem Bauch dösend bei der Siesta. Wir alle verhalten uns ganz still und dürfen uns nicht bewegen. Fotos werden geschossen und wir sind alle happy den Löwen in Natura zu sehen. Arno hofft das wenn wir weiterfahren und später zurückkommen eventuell beide Löwinnen zu sehen. Wir kraxeln mit dem Jeep Anhöhen hinauf und geniessen die traumhafte Aussicht ins Tal und im Hintergrund die Outeniqua Berge, die angeblich schon existierten als Afrika und Südamerika als Gondwanaland zusammen waren.
Bei der Rückkehr zum Löwennest entdeckt Peter die zweite Löwin gut getarnt hinter der Ersten. Glücklich fahren wir zurück zu unseren Hütten und was begegnet uns da im Abstand von ca. 50 m: das Spitzmaulnashorn von heute morgen. Jetzt sind wir alle aus dem Häuschen und Arno flippt fast aus, den so nahe hat auch er noch nie ein Nashorn gesehen. Als der grosse Bulle anstalt macht weiter auf uns zuzugehen starten wir rasch den Jeep und halten uns auf Sicherheitsdistanz. Anscheinend rennt so ein Nashorn dann wenn er sich bedroht fühlt einfach los und rammt mit seinem riesigen Horn das Fahrzeug und kann es ohne weiteres umwerfen. Nach genügend Beobachtungszeit fahren wir endgültig zurück zu unseren Khoihütten. Somit haben wir bei unseren Safaris „The Big Four“ gesehen, einzig der Leopard hat sich nirgendwo gezeigt, aber diese schlaue Raubkatze sieht man wohl nie ausser er liegt in der Nähe seiner Beute auf einem Baum.

13.11.2011
Es geht weiter zum Gondwana Game Resort. Dies ist wohl der grosse Leckerbissen für Safari Enthusiasten. Der Park liegt nicht weit von Mossel Bay eingebettet in eine herrliche Hügellandschaft. Gondwana ist 11000 ha gross und im Privatbesitz. Was wir nun hier antreffen schlägt alles was wir bisher angetroffen haben.
Wir werden im Auto empfangen und zur Rezeption begleitet. Dies ist eine Massnahme um uns vor Wildtieren zu schützen. Nach einem Apero werden wir über die Verhaltensweise im Wildpark instruiert und nachher zu unseren Chalets begleitet. Das Chalet besteht aus einem Rundhaus wie es die Khoisan bewohnen. Alle Einrichtungen sind speziell mit Naturmaterialien hergestellt und können jedes für sich als Kunstwerk bezeichnet werden. Kaum sind wir angekommen gehts schon um 1600 h los auf Safari. Warm eingekuschelt auf einem offenen 4×4 Jeep bei Nieselregen begegnen wir vielen verschiedenen Antilopen und Zebras im östlichen Teil des Parks. Auf dem Rückweg zu unseren Hütten passieren wir einen grossen Teich, indem sich zwei Flusspferde mit grosser Geschwindigkeit unter Wasser auf uns zu bewegen. Diese Drohgebärde sollte uns auf Distanz halten und als wir uns mit dem Jeep etwas weiter zurückzogen, begannen die beiden im Wasser zu spielen. Wir waren fasziniert wie diese Kolosse sich im Wasser so schnell bewegten.
Gleich anschliessend gehts zum Nachtessen. Wir sind die einzigen vier Gäste trotzdem geniessen wir ein vier -gang Menü, wo jeder Teller ein Kunstwerk ist. Was für ein Tag ist das!

12.11.2011
Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir gemeinsam einen Ausflug zum „Big Tree“. Ein Yellowwood Baum der über 1000 Jahre alt ist und ca. 36 m hoch, 33 m breit und einen Umfang von 8.5 m hat. Wahrlich ein imposanter Baum! Ein kurzer Spaziergang durch den Dschungel faszinierte uns alle von Neuem.
Die Fahrt geht weiter zum Tsitsikamma Nationalpark, wo wir uns den vielen Touristen anschliessen und die Hängebrücke über den Stormsriver Mouth besuchen. Anschliessend fahren wir zurück in unsere Idylle im Blockhaus. Mit einem leckeren Nachtessen klingt der schöne Tag aus.

11.11.2011
Unser nächstes Ziel ist wiederum die Küste am indischen Ozean. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Die Strassen in hervorragendem Zustand. So sind wir schnell an unserem nächsten Highlight: The Fernery Lodge. Nebst dem Hotelbetrieb werden hier im Fernery Forest Farne für den Export sehr viele Sorten gezüchtet und produziert. Das Lodge besteht aus vielen Blockhaus Chalets am Rand einer Schlucht mitten im Farnwald. Ein einmaliges Erlebnis! Die ganze Anlage ist sehr geschmackvoll eingerichtet und lässt keine Wünsche offen für den Gast. Das die Küche dabei Spitze ist versteht sich schon von selbst. Unglaublich was dieses Südafrika dem Besucher alles bietet!

10.11.2011
Heute ist früh Tagwache, um 6h30 gehts ohne Frühstück in einem offenen Jeep los auf Safari – Tour. Es ist kalt (ca. 8°) und es nieselt. Warm eingepackt fahren wir langsam die holprige Passstrasse wieder runter in den Addo Nationalpark. Jetzt ist der Park 164000ha gross und soll in den nächsten Jahren verdoppelt werden. Der Park schützte die Überlebenden Elefanten vor der Ausrottung. Gerade noch 11 Elefanten waren 1931 in Addo, als dieser zum Nationalpark erklärt wurde. Heute gibts da wieder ca. 450 Elefanten und viele andere wild lebende Tiere. Die Safari war auch dank des kalten und feuchten Wetters ein grosser Erfolg. Wir beobachteten Kudu Antilopen, Zebras, Warzenschweine, Schakal, Mungos, div. andere Antilopen, Büffel und natürlich div. Herden von Elefanten mit ihrem Nachwuchs. Die Wildtiere empfinden den grünen Safari Jeep als eine Einheit die für sie keine Gefahr darstellt und deshalb auch keine Scheu zeigen.
Nach acht Stunden Safari kamen wir mit defekter Autokupplung durchfroren jedoch glücklich und heil in unser schönes Resort zurück.

9.11.2011
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit vielen frischen Früchten gehts weiter Richtung Port Elisabeth, dass wir grossräumig umfahren, zu unserem ersten Safari Lodge. Das Zuurberg Mountain Inn liegt in den Bergen in der Nähe des Addo Elefant Nationalparks. Nähe heisst: 16 km Bergpass – Naturstrasse fahren!
Wir haben grosszügig und sehr geschmackvoll eingerichtete Chalets zur Verfügung, die erst vor drei Jahren neu gebaut wurden. Ein Grossfeuer hatte die alten Chalets mit Rietdach vollständig vernichtet. Das alte Haupthaus konnte vor dem Feuer gerettet werden und ist ein wundervoller Ort mit grossem Kaminfeuer. Das Nachtessen ist hier ebenfalls Spitzenklasse.

8.11.2011
Fast unbemerkt haben wir vor dem Mbotyi River Lodge die Provinz gewechselt und sind nun in der Eastern Cape Region. Die lokale Region nennt sich Pondoland. Der ca. 350 km lange Küstenstreifen wird als Wild Coast bezeichnet. Mit ihren zerklüfteten Klippen, die sich ins Meer stürzen und den entlegenen Sandstränden trägt die Wild Coast diesen Namen zu Recht. Es ist ökologisch eine vielfältige Landschaft, die nur von der Einheimischen Bevölkerung bewirtschaftet wird und kaum Industrialisierung kennt. Es ist auch die Region, wo Nelson Mandela aufgewachsen ist und heute wieder wohnt. Wir haben in Qunu das Nelson Mandela Museum besucht und viele Informationen von diesem bewundernswerten Staatsmannes erhalten. Nachher passierten wir sein bewohntes Haus auf unserem Weg Richtung Morgans Bay.
Dort angekommen waren wir begeistert vom einsamen Strand. Ruth und Emmy fanden einige schöne Muscheln die wohl bald unser Fenstersims belegen. Das auch hier ein herrliches Nachtessen auf uns wartete rundete den schönen Tag positiv ab.

Ferienwohnung Lenzerheide im Winter und Sommer zu vermieten

Wir haben eine sehr schöne, komfortable Ferienwohnung in Lenzerheide gekauft und vermieten sie an Freunde und Gäste. Die 3.5 Zimmer Wohnung bietet jeglichen Komfort und liegt ca. 3 Fussminuten zum Scalottas – Sesselift. Weitere Details sind hier zu finden.

Kwazulu – Natal

2.11.2011
Mit 30 min. Verspätung landen wir in Durban. Der Flug mit Emirates nach Dubai war in der Boeing 777 (Flugzeit 5.5 h) etwas komfortabler als im Airbus 330 (Flugzeit 8.5 h). Der Service in der Business Klasse war sehr aufmerksam, obwohl die Küche sich nicht mit der Thai Airways messen kann.
Schnell waren wir In Durban durch die Zollabfertigung und ein Taxi brachte uns vom weit entfernten International King Shaka Airport (41 km) zum Hilton Hotel. Das Hilton ist ein sehr komfortables Business Hotel der 5 Sterne Klasse, es fehlte also an nichts. Das Restaurant bot uns ein vielfältiges Buffet, wo wir noch kurz etwas essen und uns dann müde ins Bett legten.

3.11.2011
Am Morgen erst entdeckten wir die phänomenale Aussicht. Links das neue Fussball-WM- Stadion mit der speziellen Seilbahn über dem Stadion und rechts die weite des indischen Ozeans. Ein traumhafter Tag begrüsste uns. Gespannt waren wir auf unser Mietfahrzeug, ein Mercedes Vito Van, der uns bis Kapstadt die rund 2600 km zur Verfügung steht. Die Formalitäten waren bald erledigt und Ruth unser Chauffeur machte sich mit dem Linksverkehr wieder vertraut.
Die Fahrt zu den Drakensbergen führt uns auf der N3 (einer Maut – Autobahn) bis Estcourt. Die Landschaft ist leicht hügelig mit viel Weideland, man sieht weit verstreut Rinderherden und Milchkühe mit ihren Kälbern, aber auch vereinzelt Schafherden. Die Landschaft ist grün wird aber vielerorts bereits bewässert. In Estcourt verlassen wir die Autobahn und fahren weiter durchs Champagne Valley auf Regionalstrassen zu unserem Hotel Drakensberg Sun. (Fahrzeit 2.5 h, 230 km) Dieses Resort liegt in einem Naturschutzgebiet der Drakensberge, das als Weltkulturerbe der Unesco gelistet ist. Entsprechend vorsichtig wird hier mit der Ökologie des Hotelbetriebes gearbeitet. Als Gast muss man aber deswegen keine Einschränkungen erleben, alles ist unmerklich im System eingegliedert.
Wir geniessen die herrliche Terrasse zum See und anschliessend ein ausserordentlich gutes Buffet. Wir sind überrascht wie gut die Küche in Südafrika ist einfach phantastisch.

4.11.2011
Ein weiterer Sonnentag begrüsst uns und nach dem Frühstück machen wir alle gemeinsam eine 2.5 stündige Wanderung zum blauen Grotto. Der Weg führt uns entlang eines kleinen Flusses durch dichten Primärwald. Plötzlich werden wir durch einen Schrei in den Bäumen erschreckt. Anscheinend beobachten uns Affen und begleiten uns in den hohen Wipfeln der Bäume ohne das wir sie jemals zu Gesicht bekommen. Der Weg ist schmal aber immer schön im Schatten für Peter und Emmy ein einmaliges Erlebnis. Oben angelangt öffnet sich eine Schlucht als Grotto mit Wasserfall und das kleine Wasserbecken kann je nach Lichteinfall ganz blau scheinen. Nach einem kleinen Aufstieg sind wir auf dem kleinen Bergrücken und haben eine grandiose Aussicht auf die Drakensberge. Die Sonne brennt auf uns nieder und wir machen uns schnell auf den Rückweg ins Hotel. Emmy klagt über Knieschmerzen war wohl etwas zu streng für das lädierte Knie, aber mit etwas Medizin ist dies am nächsten Morgen wieder besser

5.11.2011
Heute steht die längste Fahrt zurück zur Küste bevor. Wir checken deshalb schon um 9 Uhr aus und fahren auf gleichem Wege bis kurz vor Pietermaritzburg. Hier gehts rechts ab durch das regionale Zululand. Wir sehen viele farbige Wohnhäuser teils sehr armselig und einfach. Die Landschaft ist geprägt durch viel Monokultur von Eukalyptusbäumen, Kiefern und Zuckerrohr. Nach 450 km, 6 h kommen wir im schönen B&B Wailana Beach an. Ein Paradies über dem Ozean empfängt uns hier.

6.11.2011
Rene Tobler der Gastgeber des B&B verwöhnt uns mit einem exzellenten Frühstück.
Mit Wehmut verlassen wir diesen schönen Ort und machen uns auf den Weg durch das ehemalige Homeland Transkei. Die Bevölkerung der Provinz weist die höchste Kindersterblichkeit und die geringste Lebenserwartung des Landes auf. Wir begegnen auf Schritt und Tritt der grossen Armut und den einfachen Behausungen in denen diese Menschen leben. In den kleinen Parzellen wird Landwirtschaft auf einfachste Weise betrieben. In den Dörfern herrscht ein Chaos und es wirkt sehr ungepflegt auf uns. Überall an den Strassenrändern marschieren Leute von Ort zu Ort. Das Vieh überquert die Strassen unkontrolliert und Ruth muss sich entsprechend konzentrieren auf den schmalen Strassen Mensch und Tier nicht zu gefährden. Vielerorts sind grosse Schlaglöcher, die es gilt vorsichtig zu umfahren. In Lusikisiki zweigen wir von der Hauptstrasse N2 ab und via Betonpiste gehts 6 km weiter. Ab dort führt eine Naturstrasse (19 km) durch Teeplantagen und später durch Urwald unserem Ziel Mbotyi River Lodge. Gegen Schluss wird die Strasse immer enger und prompt steht plötzlich ein havarierter LKW vor uns, an dem wir nur knapp vorbeikommen. Das Lodge liegt traumhaft an der Mündung eines Flusses in den indischen Ozean. Wieder sind wir in einem kleinen Paradies angekommen und haben wunderschöne Chalets mit Sicht auf das Meer. Natürlich machen wir zuerst einen Spaziergang zum Meer und geniessen die tosende See. Wir sind überrascht was für ein herrliches Nachtessen weit ab der Zivilisation uns serviert wird und geniessen diesen Abend.

7.11.2011
Ein herrlicher Sonnenaufgang begrüsst uns am Morgen 5 Uhr15. Nach paar Fotos gehts nochmals ins Bett. Der ganze Tag ist strahlender Sonnenschein aber mit heftigem Wind (6Bf).
Trotz dem starken Wind lassen sich Peter und Emmy das Spazieren am endlosen Sandstrand nicht nehmen und kommen begeistert von Ihrem Ausflug zurück. Das Mbotyi River Lodge ist eine Oase der Ruhe und hat schon der früheren Besitzerin während 27 Jahren das Leben verzaubert. Noch heute sprechen die Einheimischen von dieser guten Fee Sally. Als ehemalige Krankenschwester ist sie der schwarzen Bevölkerung hilfreich und beratend zur Seite gestanden.
Am späteren Nachmittag überrascht Ruth eine grüne hoch giftige Baumschlange am Treppenaufgang ins Restaurant bei ihrem Sonnenbad. Wiederum geniessen wir ein ausgezeichnetes 6 – Gang Menü.

Start zur Südafrika – Reise

Es ist soweit, am 1. November fliegen wir mit Emirates via Dubai nach Durban, SA. Wir heisst: Ruth, Peter Baltensperger (mein Schwager) und seine Partnerin Emmy Schnider.
Wir lassen es uns gut gehen und fliegen Business Klasse, Flugzeit ca. 15 h. Falls möglich werden wir in diesem Blog wieder Reiseberichte schreiben.
Die Reiseroute liegt hier bei.sa-route

Good Bye Neuseeland

1.2.2011
In Papamoa ist Aufbruchstimmung. In Kürze gehts heimwärts. Das „Vantli“ wird Innen und Aussen hochglanzpoliert und für die Uebergabe an Mike Schween vorbereitet. Mit der Abgabe der Schlüssel von unserem wunderschönen Cabin am Strand von Papamoa geht ein Traum zu Ende. Auf der Fahrt nach Paeroa besuchen wir die Waihi Beach und wollen den Top10 Holiday Park begutachten falls wir nochmals zurückkehren. Dies ist aber gegenüber Papamoa keine Alternative und so gehts bald weiter auf der SH2 Richtung Paeroa. Die Karangahake Schlucht resp. Gorge ist ein wunderschönes Wandergebiet und erlebte vor 130 Jahren einen Goldrausch der zur Gründung der Stadt Paeroa führte. Gerne wären wir noch in dieser Schlucht geblieben aber die Zeit reichte nicht mehr.
Unser Motel „Casa Mexicana“ in Paeroa war eine grosse Enttäuschung, aber es gab keine bessere Alternative, und wir beschlossen deshalb schon am nächsten Tag weiter zum Flughafen Auckland zu fahren. Noch aber war das Treffen mit Mike und seiner Familie zur Uebergabe des Campers vorgesehen.
Wir staunten nicht schlecht als wir die Werkstatt von Mike besuchten.In kurzer Zeit (4 Monaten) baute sich Mike in Paeroa eine neue Existenz auf und ist auf bestem Weg seinen Erfolg in Deutschland zu wiederholen. Nebst dem Bike Tunning und Service betreibt er mit seiner Frau einen Online Bikeshop, wo man alle seine Motorradwünsche erfüllen kann. Daneben betreibt er ein Adventure Trip Geschäft für Touristen die einen speziellen Adrenalinkick suchen : Fahrten in den Busch mit Spezialfahrzeugen. Die Vermietung von Camperbussen und neuerdings mit unserem Camper läuft so nebenbei. Daneben betreibt er unzählige Hobbys wie Jagen, Fischen Rodeoreiten mit Stieren, Oldtimerrennen etc. etc. Ein Wahnsinnstyp mit 1000% Power.
Beim gemeinsamen Abendessen wird uns auch bewusst, das unsere Traumreise durch Neuseeland zu Ende geht und wir die Hoffnung haben nochmals zurückzukehren und den Rest der Nordinsel noch zu entdecken und wer weiss vielleicht auch paar Traumplätze auf der Südinsel nochmals zu besuchen.
Am Morgen fährt uns der Fahrer von Mike zu unserem Hotel in der Nähe des Flugplatzes in Auckland. Eine sehr schöne Suite wartet auf uns, wo wir in Ruhe unser Reisegepäck zusammenstellen für den Rückflug mit Thay Airways via Bangkok. Müde aber voller Eindrücke treffen wir am Freitag 4. Februar 2011 im kalten Zürich ein, wo unser lieber Nachbar Ivo uns abholt.
Was für eine schöne Traumreise war das ! Und nochmals vielen Dank Mike für die grossartige Hilfe die wir von Dir erhalten haben. Auf ein baldiges Wiedersehen, good bye. /MS

Bay of Plenty

26.01.2011
Heute morgen begrüsst uns der Himmel mit leichter Bewölkung und angenehmer Temperatur. Der Wind bläst nur wenig. Ein idealer Tag um nochmals nach „Rotorua“ zu fahren. Ich erwähne den Wind deshalb, weil unser Camper relativ hoch und nicht sehr breit ist. Bei starkem Wind und hoher Fahrgeschwindigkeit schert das Auto gerne aus und kommt ins Wanken. Dann kralle ich mich buchstäblich am Steuerrad fest und ich kann mir keinen Sekundenblick seitwärts erlauben.
Wenn ich langsam fahre, kommt es schnell zu gefährlichen Ueberholungsmanövern und ich kann nicht überall anhalten, um die nachfolgenden Autos überholen zu lassen.
Schon nach einer Stunde Fahrt erreichen wir zum zweiten mal das Ziel „Rotorua“, das im Zentrum des Vulkanlandes der Nordinsel liegt: in der „Taupo Volcanic Zone“. Dieses 250 km lange und sehr zerklüftete Gebiet ist Teil einer Vulkankette, die man „Pacific Ring of Fire“ nennt. Die starken Eruptionen dieses Feuerrings haben dieses Land in ihrer Form stark geprägt. Noch immer aktiv sind der „Mount Ngauruhoe“ im Tongariro Nationalpark (um den herum wir am 20. Jan. gefahren sind) und der aktivste Vulkan „White Island“ auf der gleichnamigen Insel an der „Bay of Plenty“.
Wir besuchen heute die bei „Whakarewarewa“ gelegene „Te-Puia“ Geothermalzone. Diese liegt in der „Rotorua Caldera“ (komplexer Eruptions- und Einsturzkrater von mehreren Kilometern Durchmesser) mit dem zentralen „Lake Rotorua“.
Dieses besondere Gelände ist ein Erlebnis! Schon von weitem sehen wir an vielen Orten Wasserdampf zum Himmel steigen. Der berühmteste Geysir ist der „Pohutu“. Zehn bis zwanzig mal täglich schiesst dieser aktive Geysir kochend heisses Wasser bis zu 30 Meter (je nach Windverhältnissen) in die Luft. Es wird angenommen, dass Geysire ein kompliziertes Kanalsystem mit einer oder mehreren Kammern voll mit heissem Wasser, Wasserdampf und Gase besitzen. Durch die Hitze und den Druck darin beginnt das Wasser zu sieden und wird durch den Eruptionskanal hinauf und in die Luft geschleudert.
Ebenso interessant ist das Maori Dorf „Pikirangi“. Das Dorf ist so rekonstruiert, wie es vor der Ankunft der Europäer ausgesehen hätte. Einem Lagerhaus, einem Wohnhaus und auf einem grossen Versammlungsplatz das Versammlungshaus. In Letzterem werden wir von einer Maori Gruppe mit rituellen, drohenden Kriegsgebärden begrüsst. Ein Liebeslied und ein schöner Frauengesang mit Tanz gehören ebenso zur Aufführung. Natürlich treten alle Artisten in entsprechender Kleidung auf.
Unser Rundgang führt an mehreren grösseren und kleineren Tümpeln mit kochendem und spritzendem Schlamm vorbei. An manchen Tümpelrändern bildet der erstarrte Schlamm eine kleine „Mondlandschaft “.
Im „Kupe Sites“ Gebäude wird uns ein einzigartiger Einblick in die neuseeländische Vergangenheit geboten und in der Darstellung der legendären polynesischen Seefahrer Entdeckerfigur „Kupe“ (vor ca. 1000 Jahren) wird uns die Bedeutung von Landschaft und Tradition näher gebracht. Die Sprache der Maori ist eng mit dem Polynesischen verwandt und war nie tot. Sie wird heute wieder häufig gebraucht, in ganz Neuseeland in Schulen unterrichtet und es gibt mehrere Fernsehprogramme und Nachrichtensendungen auf Maori. Viele englische Ortsnamen bekommen wieder Maorinamen. Die Maori sind im Gegensatz zu den Aborigines in Australien bestens in die Gesellschaft integriert.
Interessanterweise steht auf dem Areal auch ein Kiwihaus. Der Kiwi, der Nationalvogel Neuseelands, ist nachtaktiv und flugunfähig. Er wird gross wie ein Huhn und ist sehr scheu, weshalb man ihn in der freien Natur kaum zu sehen bekommt. Die Maorihäuptlinge benutzen seine Federn gerne für ihren Häuptlingsumhang.
Die Maori haben auch eine Methode erfunden, aus neuseeländischer Flachsfaser einen Faden zu drehen, mit dem Kleidung von guter Qualität hergestellt werden kann. In einer eigens dafür eingerichteten Webstube kann man an Ort und Stelle dem Handwerk zuschauen.
Ebenfalls interessante Einblicke bekommt man in der hier untergebrachten „Nationalen Schnitzschule“. Hier wird das Maorikunsthandwerk, das Holzschnitzen, gelehrt und unter fachmännischer Anleitung erfahrener Meisterschnitzer an junge Maori weitergegeben.
In der nahen „Taonga Galerie“ können wir uns an solch hergestellten Einzelstücken erfreuen.
Auf dem Heimweg fahren wir durch die „Kiwihauptstadt der Welt“: „Te Puke“. Die Kiwifrucht Produktion hat eine grosse wirtschaftliche Bedeutung für Neuseeland.
Ein alteingesessenes Obstbauunternehmen bietet geführte Touren durch eine Obstplantage an. Martin interessiert sich natürlich auch dafür. Also setzen wir uns auf ein Wägelchen mit Gummirädern, das von einem als Lokomotive verkleideten Traktor gezogen wird und lassen uns bequem durch einen riesigen Obstgarten führen. Ueber ein Tonband werden gute Infos abgespielt und auf halber Strecke machen wir im Schatten einer Kiwireihe halt. Die Kiwi wird an Holzgestellen, bei denen die Früchte nach innen hängen, gezogen. (Pergolabauweise). Sie wird zwischen April und Juni unreif geerntet, dann auf 0 – 1 Grad abgekühlt und erst beim Versand in Kisten verpackt. Natürlich werden hier auch andere Früchte wie Birnen, Avocados, Orangen, Zitronen, Limes, Guaven, Granatäpfel, Grapefruit, Manderinen, Trauben, Pfirsiche und diverse Nüsse angebaut. Die ersten Kiwi Fruchtsamen wurden 1904 aus China gebracht. Seither wurden über 150 verschiedene Sorten identifiziert. Nur drei davon werden heute kommerziell angepflanzt. Diese empfindliche Frucht gedeiht nur in gemässigtem Klima, weshalb rund um die riesigen Plantagen sehr dichte, hohe Baumhecken gepflanzt sind, welche diese vor starkem Wind schützen. /RS

25.01.2011
vor zwei Tagen sind per E-Mail die Rückflugtickets bei uns eingetroffen. Wir fliegen genau einen Monat früher als vorgesehen in die Schweiz zurück (nach 16 statt 20 Wochen). Meine lustvolle Aufnahmefähigkeit stösst an seine Grenzen. Dabei lege ich die Betonung auf lustvoll. Ausserdem verhält sich der Wetter Petrus nicht nach unserem Wunsch.
Unsere Reisepläne gehen nämlich buchstäblich im Sturmregen baden. Wir haben zwar das Glück gehabt, das allerletzte „Cabin“ an der Bay of Plenty Beach, in Papamoa, erhalten zu haben. Direkt am Meer, etwas erhöht und nur ca. 20 Meter vom Strand entfernt steht dieses Häuschen auf einem Campingplatz und ist auf Stelzen gebaut. Das beruhigt ein wenig, denn das Meer tobt, schäumt und ist sehr laut, so als hätte sich der Teufel darin versteckt. Riesige Wellen überfluten den Strand. Ein gigantisches Schauspiel! Darum ist im Moment an kein Weiterfahren zu denken.
Wir haben das Cabin für die ganze Woche gemietet. Sobald sich das Unwetter legt, werden wir noch einmal nach Rotorua zu den Geysir und einem Maori Village fahren. Sonst werden wir die Zeit mit Lesen und am Computer verbringen und dabei immer mit einem Auge hinaus aufs Meer blicken. Es ist sooo schön, wie diese hohen Wellen ans Ufer peitschen, immer wieder eine neue Welle heran rollt und wieder eine Neue…. /RS

21.01.2011
Eigentlich wäre heute ein Ruhetag angesagt. Doch die uns verbleibende „Auszeit“ drängt nun plötzlich, weil wir uns für eine baldige Rückreise entschieden haben. Gebucht ist nun auf den 3.Februar 2011 Auckland – Zürich.
Wir entschliessen uns deshalb heute spontan zu einem kurzen Ausflug zum toten Vulkan „Mount Maunganui“ und dem zu seinen Füssen liegenden, gleichnamigen Ferienort. Im Gegensatz zu „Papamoa“ , wo man den Strand nur mit wenigen Personen teilen muss, wimmelt es hier von Touristen, Restaurants, Läden und vor Anker liegenden Booten und schnellen Autos. Und das wiederum führt zu überteuerten, architektonischen Fremdkörpern, wie zum Beispiel zu verglasten Hochhäusern, die meines Erachtens ganz und gar nicht an diese sanft geschwungene Küste passen.
Die „Bay of Plenty“ erstreckt sich über eine Strandlinie von 70 km. Es sind Strände, welche die Herzen von Surfern höher schlagen lassen und die Badestrände sind vor allem auch von Familien beliebt. Nach einem kurzen Augenschein fahren wir über „Tauranga“ zurück an unseren ebenfalls an der „Bay of Plenty“ gelegenen Holiday Park. „Tauranga“ ist eine sehr städtische Küstenstadt und wegen seines milden Klimas bei den Pensionären, den Yachtbesitzern, Surfern und Sportfischern sehr populär. Am langgestreckten Hafen vorbei sind wir endlich wieder auf dem Rückweg, wo Martin seine Chauffeuse mit einem feinen Fisch (Snepper) mit Kefen, Rüebli und Salzkartoffeln bekocht. /RS

20.01.2011
Heute sind Martin und ich schon sehr früh auf den Beinen. Der Himmel ist wolkenlos und wir freuen uns auf den heutigen Tag, bringt er uns doch zum populärsten Urlaubsziel der Nordinsel: nach „Rotorua“. Bald erreichen wir „Waiouru“, wo wir in die „Desert Road“ einbiegen. Das weite , hohe Plateau führt uns wieder am „Tongariro National Park“ entlang. Und bald sehen wir sie wieder, die drei phänomenalen Vulkane des „Tongariro- Massiv’s“! Diese Berge im Morgenlicht ist von einer solchen Schönheit, dass wir immer wieder staunend anhalten. Auf der Gegenseite, im Osten, erheben sich grosse bewaldete Hügelzüge. Rechts und links dieser Strasse ist die Landschaft baumlos, weil sich durch die Ausbrüche der Vulkane immer wieder neue Aschenschichten auf die Vegetation gelegt haben, zuletzt 1996. Trotz den vielen Stop’s kommen wir gut vorwärts und bald erreichen wir den am südöstlichen Ende des „Lake Taupo“ und am Ufer des „Tongariro Rivers“ gelegenen Ort „Turangi“. Mit Kaffee und Kuchen gestärkt geht es weiter zu dem „Waiotapu Thermal Wonderland“. So nennt sich diese phänomenale Geothermalzone um „Rotorua“. Dieses Gebiet hat einen Geysir der etwas ausserhalb des eigentlichen Thermalgebietes liegt. Täglich um genau 10.15 Uhr schiesst eine heisse Fontäne aus dem „Lady Knox Geysir“ ca.10 – 20 Meter in die Höhe und versprüht etwa 27.000 Liter kochendes Wasser. (Dabei wird mit Seife etwas nachgeholfen). Dieses Spektakel haben wir leider zeitlich verpasst und so entscheiden wir, heute nur noch die heissen Quellen dieses Thermalgebietes zu besuchen. Das ganze Terrain ist übersät von heissen Quellen, kollabierten Kratern, davon viele mit Schwefelausblütung, blubbernden Schlammtümpeln, dampfenden Erdspalten und kleinen heissen Seen. Der ganze Rundweg dauert ca. 75 Minuten und ist sehr schön angelegt. Wir sind ziemlich aufgeregt wegen dem Unglaublichen, was wir hier auf Schritt und Tritt von der faszinierenden Welt der Vulkane zu sehen bekommen. Das ganze Gebiet zeigt auch eine grosse Farbenvielfalt, verursacht hauptsächlich durch Mineralien wie:
Schwefel – gelb / Antimonsulfide – orange / Siliziumoxid – weiss / Arsensulfide – grün / Mangan – purpur / Eisenoxid + Eisenoxihydrat – rot + braun / Schwefel + Kohlenstoff – schwarz.
Dabei besonders erwähnen möchte ich den sogenannten „the Champagne Pool“. Ein heisser brodelnder See von 65m Durchmesser und einer Tiefe von 62m. Sein Rand ist rostrot eingefärbt und es dampft aus ihm heraus wie aus einem Hexenkessel. Ebenso faszinierend ist der letzte Pool an dem wir vorbei kommen: „The Devil’s Bath“ (Teufelsbad). Ein zerklüfteter Krater mit Wasser von verblüffend, leuchtend gelb-grüner Farbe. (Wie es die Polizei und Sanität auch trägt).
Nach einer kleinen Stärkung fahren wir unserem eigentlichen Ziel entgegen: „Rotorua“. Die Stadt liegt im Zentrum der Vulkanregion der Nordinsel am Südufer des gleichnamigen See’s und ist ein sehr bedeutendes Zentrum der Maori und deren Kultur. Doch „Rotorua“, wie auch schon der Ort zuvor, wird entsprechend von Touristen überflutet. Deshalb entscheiden wir uns, noch heute weiter zu fahren mit Ziel: Meer! Wir haben Glück: an der „Papamoa Beach“, im „Top10 Holiday Park“, können wir das letzte Cabin mit direkter Meersicht und nur wenigen Metern vom Strand entfernt für drei Nächte mieten. Diese ganze Autofahrt heute mit 343 km und gestern mit 291 km hat mich ziemlich ermüdet und mein Kopf brummt. So freue ich mich nun auf das Rauschen des Meeres beim Einschlafen und Aufwachen.
„Rotorua“, mit seinen vielen „Muss-man-gesehen-haben“ werden wir nachholen – sofern das Wetter es noch erlaubt. /RS

Napier

19.01.2011
Schlechtes Wetter ist angesagt! Das zwingt uns den Aufenthalt in „Napier“ abzubrechen und zu unserem nächsten Ziel, dem „Tongariro Nationalpark“, zu fahren. Ueber eine, im Herzen der Nordinsel gelegenen Hochebene, nähern wir uns dem grössten See Neuseelands, dem 606 km2 grossen „Lake Taupo“. Vor mehr als 26’000 Jahren wurden bei einem Vulkanausbruch 800 km3 Asche und Bimsstein in die Luft geschleudert und in diesem Krater ist vor ca. 2000 Jahren der „Lake Taupo“ entstanden. Am Ufer dieses grossartigen See’s machen wir in der gleichnamigen Stadt „Taupo“ einen Kaffee- und Kuchenhalt. Danach führt uns der Weg entlang des See’s über „Turangi“ in den „Tongariro Nationalpark“. Bald begleiten uns auf unserer Fahrt die drei noch immer aktiven Vulkane: der von Gletscher überzogene „Mount Ruapehu“ (2797 m), der kegelförmige „Mount Ngauruhoe“ (2287 m) und der „Mount Tongariro“(1967m). Ein sehr imposantes Trio!
Dazwischen gibt es mehrere kleinere Krater. Warnschilder und Schranken, welche die Strasse innert Minuten sperren können, machen darauf Aufmerksam, dass es jederzeit zu einem Vulkanausbruch kommen könnte. Seismographen und direkte Beobachter überwachen vor allem den „Mount Ruapehu“ weil man schon seit 2005 den Ausbruch von dessen Kratersee’s befürchtet. Das ganze „Tongariro Massiv“ ist in der Unesco-Liste als Welterbe der Menschheit aufgeführt.
Um diese besondere Landschaft etwas ruhiger geniessen zu können, als dies während der Fahrt möglich ist, besuchen wir den am Fusse des „Mount Ruapehu“ gelegenen winzigen Ort „Whakapapa Village“. So wie wir uns dem Oertchen nähern, sticht uns das grosse Luxushotel „Chateau Tongariro“ ins Auge. Dieser Prunkbau stört uns so sehr inmitten dieser grossartigen Szenerie, weshalb wir ohne Kaffeehalt weiter nach „Ohakune“ in den Top 10 Holiday Park fahren. /RS

18.01.2011
Wer sich wie Martin und ich vier Tage in „Napier“ aufhalten darf, geniesst wahre Ferientage! 1931 hat ein Erdbeben der Stärke 7,9 die Stadt in Schutt und Asche gelegt. Die Stadt wurde trotz Weltwirtschaftskrise unverzüglich wieder aufgebaut: relativ erdbebensicher und im damaligen Art-déco-Stil der 20er Jahre. Dekorative Muster mit Goldauflagen, unterschiedlich farbige Zackenlinien an pastellfarbenen Gebäuden, viele davon mit Veranden, prägen das heutige Ortsbild.
„Napier“ liegt in einer wunderschönen Bucht an der Ostküste, am Rande des Pazifischen Ozeans. Hier wachsen einige der besten Weine Neuseelands und wir haben uns besonders an den wunderbaren Weissweinen erfreut. Die Rotweine sind bestimmt auch von guter Qualität doch leider wurden sie uns mehrmals zu warm serviert.
Die am Meeresufer, mit Norfolk-Kiefern gesäumte Marine Parade, lädt uns und die vielen anderen Touristen zum Flanieren ein. Nachdem Martin und ich die Stadt erkundet haben, entschliessen wir uns zu einem kurzen Abstecher nach „Hastings“. Eine Ebene, die von Obstplantagen bedeckt und natürlich auch ein schönes Weingebiet ist. Danach geniessen Martin und ich vor allem die atemberaubende Meersicht auf die „Hawkes Bay“ von unserem grossen Balkon aus. /RS

15.01.2011
Früh am Morgen verlassen wir „Wellington“ über die SH2 und können so die stark befahrene SH1 an der Westküste umgehen. Unser Ziel ist es, auf halbem Weg nach „Napier“, in der Region „Wairarapa“, eine Unterkunft zu suchen. Dieses Gebiet wird nach dem “Lake Wairarapa“ genannt. Einem riesigen See von 8000 ha Fläche. In dieser Region soll es über 300 Mio. Schafe geben! Unser Weg führt auf einer schlängelnden Strasse durch locker besiedeltes, hügeliges Farmerland. Die Weiden sind vielerorts gelb infolge fehlenden Regens und wir fragen uns, was diese Vieh- und Schafherden auf diesen Weiden noch zu fressen finden. Zudem haben natürlich die wenigsten Herden einen Sonnen- oder Regenunterschutz, wie z.B. nahe Bäume. Nachdem wir ein paar ländliche Dörfer durchquert haben ruft in „Greytown“ der „early morning tea“. Dieses Städtchen ist die älteste Siedlung von „Wairarapa“ und entlang der Hauptstrasse sind die meisten Gebäude noch im ursprünglichen viktorianischen Stil gebaut und natürlich vollständig aus Holz.
Heute sind darin zahllose Boutiquen, Antiquitätenläden und Restaurants untergebracht. Eine eigentliche Touristenstrasse mit Souveniers aber auch vielen attraktiven Kunst- und Artdekor Gegenständen. In diesem hübschen Ort suchen wir vergeblich nach einem kühlen Bett und so nehme ich das Steuer nochmals in meine schwitzenden Hände und bald haben wir die 323 km von „Wellington“ bis „Napier“ geschafft. Nun gilt es noch eine kühle Dusche zu finden und direkt am Strand gelegen, mit voller Sicht auf das Meer und schönem Balkon finden wir diesen Traumort, das „Harbour View Motel“. /RS

Wellington

14.01.2011
Der sonnige Tag lädt zu einem Ausflug in den Botanischen Garten, hoch über der Stadt, ein. Die 1902 in Betrieb genommene Zahnradbahn bringt uns von dem alten Stadtkern hinauf auf den Hügel.
Oben angekommen geniessen wir erst einmal den Blick auf die Stadt und die umliegenden Hügel, welche wegen dem Platzmangel in der engen Hafenbucht mit Villen und Einfamilienhäuser verbaut sind. Schön angelegte Fusswege führen zu den einzelnen Highlights durch den ruhigen, 25 ha grossen Garten. Dieser besteht aus einheimischem Busch und verschiedenen weiteren Gärten. Der „Lady Norwood Rose Garden“ zeigt in über 106 Rosenbeeten englische Rosenklassiker und Neuzüchtungen nebeneinander. Ein anderes, farbenfrohes Spiel bilden verschiedenfarbige Hortensien. Eine besondere, ebenfalls grössere Gartenecke mit Sukkulenten bepflanzt, führt weiter zum Begonienhaus mit Orchideen, Schlingpflanzen etc. Und immer wieder schauen wir staunend an den hohen, sehr alten Bäumen hinauf, welche den Charme dieses besonderen Gartens ausmachen. Ein gemütlicher Spaziergang führt uns durch einen sehr alten Friedhof hinab ins Stadtzentrum. Ein Bummel am Hafen Quai entlang rundet diesen schönen Tag ab. /RS

13.01.2011
Nach einer stürmischen, regenreicher Nacht weht uns heute morgen ein kalter Südwind um die Ohren. Ein guter Tag einige Stunden in einem der grössten Nationalmuseen der Welt zu verbringen. Dem „Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa“ in „Wellington“. Es umfasst die Grösse von ca. drei Fussballfelder und wurde 1998 eröffnet. Das Museum liegt direkt an der Strandpromenade und allein schon der architektonisch, asymmetrische Bau fasziniert. Auf fünf Stockwerken bietet es einen abwechslungsreichen, spannenden Gang durch die Geschichte des Landes, den Einfluss aller eingewanderten Kulturen auf das heutige Neuseeland und natürlich auf Fauna und Flora.
Eine riesige „Maori Sammlung“ mit einem einzigartigen Versammlungshaus, Kriegskanu’s, Maori Kunstwerken usw. ist in einer eigenen Galerie untergebracht.
In einer Freiluftausstellung streifen wir durch einen Regenwald, stehen vor einem Wasserfall, kriechen in eine Glühwürmchenhöhle und stossen in einer weiteren Höhle auf Dinosaurierknochen.
Bedeutende Ausstellungen aus aller Welt finden auch immer wieder den Weg hierher. Im Moment werden Gemälde von 70 europäischen Malern aus dem 19th – 20th Jahrhundert (aus dem „Städel Museum“ Frankfurt) präsentiert. Es sind Meisterstücke von Picasso, Degas, Renoir, Klee, Monet und viele mehr darunter. Berauschend schöne Bilder! (Martin muss üben, üben, üben)!
Ein weiteres High-Light ist eine Fotoausstellung von Brian Brake. Neuseelands bekanntester und erfolgreichster Fotograf. Seine Arbeiten wurden in Magazin’s wie „Life“, „Paris Match“ und „National Geographie“ publiziert. Darunter sind seltene Fotos aus dem kommunistischen China während den Jahren um 1950, Monsun Bildern aus Indien und Ablichtungen von Pablo Picasso, Mao Zedong und Queen Elisabeth. Eine wunderbare Ausstellung, die Länder wie Indien, Afrika, Vietnam, China, Japan, Australien, Neuseeland und auch wenigen europäischen Ländern in Bildern lebendig werden lassen.
Neuseeland hat sich in diesem einzigartigen Museum ein Denkmal gesetzt!
Erst am späteren Nachmittag haben wir diesen aufregenden Ort verlassen und sind auf müden Füssen durch diese quirlige Stadt über die „Cuba Street“ Richtung Bahnhof gegangen. Cafés, Kneipen, Schnellimbissen von unterschiedlichsten Ländern, Secondhand Läden, Boutiquen, Gallerien, Buchläden, CD-Shop’s mit lauter Musik, Schmuckläden, viele Touristen und Freak’s geben dieser Fussgängerzone ein interessantes Gesicht. Inzwischen hat sich die Sonne durchgesetzt und auf der Strasse stehen Tische, Stühle und Bänke für müde Gesellen wie Martin und mich. Mit der Metro geht es zum Motel zurück. /RS

12.01.2011
Heute Mittag verlassen wir „Picton“, das wir während unseres kurzen Aufenthaltes richtig lieb gewonnen haben und fahren mit dem Fährunternehmen der „Interislander“ in die Hauptstadt Neuseelands, nach „Wellington“. Die See ist ruhig und wir können die dreieinhalb stündige Ueberfahrt durch den „Queen Charlotte Sound“ und die Meerenge der „Cook Strait“ geniessen. Die Fähre fasst 600 Fahrzeuge, zusätzlich viele LKW’s und 1650 Passagiere. Die Passagiere werden während dieser Fahrt mit Kino’s, Restaurant’s, Kinderhort, Kiosk usw. unterhalten.
„Wellington“ zählt über 400’000 Einwohner und ist die zweitgrösste Stadt Neuseeland’s. Doch wie wir uns der Stadt nähern, sehen wir erst einmal viel bewaldetes Bergland und die Stadt, die als schmalen Streifen am Ufer des Meeres gebaut ist. Doch bald blitzen zwischen üppigem Grün viele weisse Häuser an den Hügeln auf. Etwas später, bei der Einfahrt in den Hafen, sehen wir deutlich die City-Skyline mit den sehr modernen Hochhäuser. Mit Wehmut denke ich an die Südinsel mit der dünnen Besiedelung, den riesigen Schaffarmen, einsamen Küsten und den Kleinstädten, die haupsächlich aus Niedrigbauten bestehen. /RS

Barbeque NZ Lammkeule

Ein Barbeque Rezept in Nelson, NZ bei Nick und Ann James genossen. Für 6 Personen
Einkauf:
1.5 kg Lammkeule (Gigot)
1 Broccoli
1 grüne Peperoni
¼ Kürbis
12 Kartoffeln
3 Süsskartoffeln (Kumara)
Mintsauce
60 ml fein gehackte Pfefferminze
125 ml weisser Essig
1.5 EL Zucker
¼ Pack Lime Jelly (Limettengelee)
60 ml süsser Sherry
Zutaten:
Salz, Pfeffer
Olivenöl
10 Knoblauchzehen
5 Rosmarinzweige

Kochrezept Mintsauce
Essig und Zucker 3 min. aufkochen. Pfefferminze und Lime Jelly zugeben und gut aufrühren. Nach dem Abkühlen Sherry zugeben und in Glas abfüllen.
Zubereitung Lammkeule:
Barbeque aufheizen mit Kohlen auf beiden Seiten für indirektes Grillen. (Hotfire! 45 – 60 min)
Eine Alu Schale in der Mitte zum Auffangen des abtropfenden Fettes legen, wenn bereit zum Grillen.
Lammkeule mit Rosmarinzweigen und Knoblauchzehen entlang des Knochen spicken. Auf fettschicht ganz viel Salz streuen und mit Olivenoel das Salz benetzen. Auf den Rost legen und 1.5 – 1 ¾ h garen, nie drehen!
Schnitt senkrecht zum Knochen, sodass jedermann von der feinen Kruste bekommt.
Das Gemüse in grossen Stücken in einer Schale im Backofen backen.
Dazu trinken wir einen Merlot von Villa Maria, Hawke`s Bay.
Ein herrliches Kiwi Dinner, begonnen mit einer feinen süsssauren Thaitomatensuppe mit Crevetten und Muscheln und abgeschlossen mit einer Aprikosenkuchenpavlowa. /MS